DeaSYS

Dezentrale Energieeffizienz durch autonome, selbstorganisierende Systeme unter der Berücksichtigung von heterogenen Energiequellen

KompetenzzentrumAgent Core TechnologiesNext Generation Services
KontaktProf. Dr. Sahin Albayrak, Dipl.-Inf. Claus Schenk
Partner: EnBW

 

Das Projekt "Dezentrale Energieeffizienz durch autonome, selbstorganisierende Systeme unter der Berücksichtigung von heterogenen Energiequellen" (DeaSYS) wird in Kooperation mit der Energie Baden-Württemberg (EnBW) durchgeführt und hat einen Showcase als Ziel, der die Projektergebnisse nicht nur veranschaulicht, sondern direkt erlebbar machen wird.

Ziel

Das Ziel des Projekts "DeaSYS" ist ein Showcase, welcher eine prototypische Umsetzung beinhaltet, mit der Möglichkeit, einen mobilen externen Energiespeicher (z.B. die Batterie eines Hybridautos) dynamisch in eine Wohnumgebung zu integrieren, um diese für einen begrenzten Zeitraum mit Energie versorgen zu können.

Realisierung

Auf dem Parkplatz des Telefunkenhochhauses, in dem das DAI-Labor der TU Berlin seine Räumlichkeiten besitzt, wird eine Andockstation für ein Plug-In Hybridauto oder für ein reines Elektroauto installiert werden. Sobald ein entsprechendes Fahrzeug dort ankoppelt, wird es direkt in das Energiemanagement­system (EMS) des "Ambient Assisted Living Showrooms", der sich in der 15. Etage des Telefunkenhochhauses befindet, eingebunden. Auf diese Art und Weise kann die Energie, welche in der Batterie des Autos während der Fahrt gespeichert wurde oder als Restkapazität noch vorhanden ist, zur Versorgung elektrischer Verbraucher im Showroom verwendet werden. Die Dockingstation auf dem Parkplatz stellt den Vermittler zwischen Fahrzeug und EMS dar, um dem EMS eine optimale Nutzung der Ausgleichskapazität zu ermöglichen.

Das Energiemanagementsystem des DAI-Labors basiert auf einem verteilten Multiagentensystem (MAS), welches den Energieverbrauch im Showroom intelligent reguliert. Wenn das System eine geplante oder ungeplante Lastspitze registriert und das Auto an die Dockingstation gekoppelt wurde, kann die Autobatterie als Energieversorger hinzugeschaltet werden, um die Belastung des externen Stromnetzes zu reduzieren und die Verbrauchskurve auf diese Art zu glätten. Es kann auch überschüssige Energie in der Batterie des Fahrzeuges zwischengespeichert werden und das Auto fungiert somit als Energiepuffer.

Die zweite Ausbaustufe des Projekts stellt die Schaffung eines eigenen Marktplatzes für Energie dar. An dieser Energiebörse werden dann Energiepakete, welche gerade zur Verfügung stehen, gehandelt, und können von denen gekauft werden, die gerade Energie benötigen.