IZ Connected

Innovationszentrum "Vernetztes Leben - Connected Living"

KompetenzzentrumNext Generation Services
KontaktProf. Dr. Sahin AlbayrakDr.-Ing. Andreas Rieger
Website: www.connected-living.org/
Partner: aizo agAOK BITKOM Deutsche Messe AGDeutsche Telekom Laboratories digitalSTROM.orgEnBW AGLoewe AGMSR-Office GmbH Orga Systems GmbHProSyst Software GmbHDr. Riedel Automatisierungstechnik GmbHSieMatic Möbelwerke GmbH & Co. KG T+Aelektroakustik GmbH & Co. KgUbisense AGVattenfall Europe AG 

 

Aktuelle Entwicklungen im Bereich der Konsumelektronik zeigen eine starke Tendenz zu vernetzten und auf IT-Technologien basierenden Produkten. Dies ermöglicht umfassende Gerätefunktionalitäten und eine neue Flexibilität bei der Nutzung dieser Geräte, die zu einem erheblichen Teil auf der Kommunikationsfähigkeit dieser Geräte und deren Anbindung an netzbasierte Backend-Systeme beruhen. Derzeitige Ansätze zeigen allerdings eine stark ausgeprägte Heterogenität und fehlende Interoperabilität, auch aufgrund konkurrierender und proprietärer Strategien der Hersteller. Die Konsequenz davon ist, dass viele Geräte zahlreiche Features bieten, die aber nicht ohne weiteres bedienbar sind und nicht mit ergänzenden Systemen zusammenarbeiten.

Zur Bildung vernetzter konvergenter Systeme entstehen seit einiger Zeit übergreifende Standards und offene Schnittstellen. Diese müssen aber erstens auch durch- und umgesetzt werden und zweitens lösen sie nicht alle derzeitig erkannten Probleme, zum Beispiel das eines einheitlichen Bedienkonzeptes. Um die Zusammenführung konvergierender Technologien voranzutreiben, bedarf es allgemein zugänglicher Entwicklungs- und Erprobungsplattformen, über die sich systematische und kooperative Wertschöpfungsnetzwerke bilden, sowie Kooperations- und Entwicklungspartner zusammenfinden können.

Ziele

Das Innovationszentrum „Vernetztes Leben - Connected Living" soll maßgeblich dazu beitragen, die für die erfolgreiche Markteinführung solcher Systeme benötigte Verbreitung der grundlegenden Technologien zu erreichen und Innovationen im Heimbereich zu fördern. Um die Vision des vernetzten Heims Realität werden zu lassen, wurden vier Kernthemen für das Innovationszentrum identifiziert:

  1. Die Weiterentwicklung und Bündelung offener, geräteübergreifender Standards und Schnittstellen zur Förderung der Interoperabilität zwischen verschiedenen Herstellern. Es sollen branchenübergreifende Geschäftsentwicklungen ermöglicht werden, die auch Marktinteressenten mit einschließen, die bisher keinen oder nur schwer Zugang hatten, wie kleine und mittelständische Unternehmen. Durch offene Standards wird auch die Zukunftssicherheit der Investitionen der Konsumenten gewährleistet.
  2. Die Förderung von Innovationen durch Kooperation, Dialog, Wissenstransfer, Weiterbildung und Beratung.
  3. Die Erschließung des Marktes für vernetzte Dienste im Heim, um so die Entstehung eines neuen Mittelstandes für vernetzte Systeme zu fördern.
  4. Die technologische Integration aktueller und zukünftiger Geräte zur Entwicklung geräteübergreifender Mehrwertdienste durch horizontale und vertikale Integration.

Realisierung

Die Durchsetzung dieser Ziele soll auf drei Säulen aufbauen, zu denen umfangreiche Dienstleistungen durch das Innovationszentrum angeboten werden:

  • Innovationsentwicklung
  • Innovationsverbreitung
  • Innovationsverbesserung

Um die Innovationsentwicklung voran zu treiben und zu fördern soll zum einen das Innovationspotenzial von vernetzten und konvergenten Systemen im Heimbereich aufgedeckt werden und im Rahmen von mehreren Schwerpunkten gezielt gefördert werden. Zum anderen wird die Entwicklung der grundlegenden Technologien vorangetrieben. Zur weiteren Förderung bietet das Innovationszentrum unter anderem Kooperations- und Dialogmöglichkeiten sowie Weiterbildung und Beratungsmöglichkeiten an. Durch die Organisation und Unterstützung einer fundierten Betrachtung von innovativen Geschäftspotenzialen, Hemmnissen und möglichen neuartigen Modellen ist eine weitere Leistung des Zentrums gegeben, um so die bereits vielfach prognostizierten Zukunftsszenarien einer vernetzten Heimumgebung und des damit verbundenen Marktes in größerem Umfang Realität werden zu lassen.
Zur Innovationsverbreitung wird das Innovationszentrum unter dem Label "Future Life" weltweite Messeauftritte organisieren und durchführen. Das Innovationszentrum bietet eine vielfältige technische Infrastruktur, wie Show- und Usability-Room, Testlabor, End-to-End Testplattform und Feldtests zur Evaluation und Integration verschiedener Lösungen an. Somit wird die Innovationsentwicklung unterstützt und eine fortführende Innovationsverbesserung erreicht. Mittels dieser Infrastruktur können Unternehmen die Kompatibilität ihrer Subsysteme oder Systemkomponenten entwickeln und testen und in enger Abstimmung mit anderen, aufeinander angewiesenen Marktteilnehmern in die Lage versetzt werden, dem Endkunden eine modulare und hoch integrationsfähige Lösung anzubieten.

Die durch das Innovationszentrum bereitgestellte Unterstützung soll Kooperationen zwischen Unternehmen unter Einbezug von Forschungseinrichtungen mit dem Ziel stimulieren, systemische Anwendungen und Geschäftsmodelle zu fördern. Dazu sollen die derzeit aktiven wie auch potenziellen Akteure im Bereich der Heimvernetzung (z.B. Access- und Service-Provider, Gerätehersteller, Entwickler von Mehrwertdiensten) zur Durchsetzung der Ziele zusammengebracht werden. Dabei werden drei Arten des Zusammenwirkens angestrebt:

  1. Die "horizontale systemische Integration" verschiedener Dienstanbieter des Mittelstands.
  2. Die "vertikale Integration" entlang der Wertschöpfungskette kooperierender Unternehmen wie Gerätehersteller und Dienstanbieter.
  3. Die "Hersteller-Anwender-Kooperation" durch die Zusammenarbeit mit Marktintermediären, wie Gebäudeplaner oder Elektrofachbetriebe und den Endanwendern.