Gesteuertes Laden V2.0

Steigerung der Effektivität und Effizienz der Applikationen Wind-to-Vehicle (W2V) sowie Vehicle-to-Grid (V2G) inklusive Ladeinfrastruktur


Kompetenzzentrum: Agent Core Technologies, Network & Mobility, Next Generation Services
Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Sahin Albayrak, Dr.-Ing. Jan Keiser
Partner:  Vattenfall, BMW, TU Ilmenau, TU Chemnitz

 

Das Projekt

Unter dem Namen Gesteuertes (Be- und Ent-) Laden werden Hard- und Software-Lösungen entwickelt, um die Batterien von Elektrofahrzeugen als Energiespeicher sowie als virtuelle Kraftwerke zu nutzen. Das Projekt „Gesteuertes Laden V2.0“ ist eine konsequente Weiterentwicklung des Ladekonzeptes, welches im Rahmen des Projektes „MINI E Berlin powered by Vattenfall V1.0“ für den Zweck einer Funktionsdemonstration entwickelt worden ist und erfolgreich unter Alltagsbedingungen erprobt wurde. Während die Funktionsdemonstration die prinzipielle Alltagstauglichkeit der Elektromobilität als sektorübergreifende Technologie darstellt, geht es in diesem Projekt um die substanzielle Steigerung der Effektivität und Effizienz des ökologisch fundierten Ladekonzeptes.

Ziel

Um die gesetzten Klimaziele in naher Zukunft zu erreichen, wird momentan der Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windkraft, vorangetrieben. Deren Verfügbarkeit unterliegt allerdings zeitlichen Schwankungen und verhält sich häufig asynchron zur Nachfrage. Um die Stabilität der Energienetze dennoch gewährleisten zu können, sind Mechanismen nötig, die eine bestmögliche Ausschöpfung der Windenergiepotenziale ermöglichen.

Die Ziele des Projektes sind daher eine Verbesserung der Effektivität des Gesteuerten Ladevorgangs, die Integration von Vehicle-to-Grid-Applikationen (V2G) für den verstärkten Einsatz Erneuerbarer Energien zur Netzstabilisierung, die Weiterentwicklung der Technik zum Zwecke der Kostensenkung sowie die Steigerung der Nutzerakzeptanz durch Anreizsysteme und verbesserte Nutzerfreundlichkeit der Ladeinfrastruktur.

Das DAI-Labor entwickelt im Rahmen des Projektes ein dezentrales, intelligentes Energiemanagement mit dem die Skalierbarkeit des Gesamtsystems gesteigert und die Planungsergebnisse und die Mobilität der Nutzer durch Berücksichtigung weiterer Kriterien wie Nutzerprofile, Ladekurven, Topologie und Eigenschaften des Ortsnetzes sowie Reservierung von Ladestationen verbessert werden soll.

Des Weiteren wird die V2G-Applikation um eine Benutzerschnittstelle und einen diskriminierungsfreien Zugang zu Ladestationen erweitert und in einem Freilandlabor mit mehreren Fahrzeugen getestet.

Nicht zuletzt erfolgen mit den zu entwickelnden Simulatoren eine Untersuchung der Funktionsfähigkeit des Systems und dessen Auswirkungen auf die Umwelt bei Nutzung sehr vieler Fahrzeuge und Ladestationen unter bestimmten Bedingungen.