ScaleNet

Scalable Networks of the Future

KompetenzzentrumNetwork & Mobility
KontaktProf. Dr. Sahin AlbayrakDr. Fikret Sivrikaya
Gefördert von: Nokia Siemens Networks
Partner: Siemens AGUniversität BremenUniversität Tübingen

 

Das Netzwerk der nächsten Generation ist durch seine zunehmende Heterogenität und Komplexität gekennzeichnet. Neben den verschiedenen Netzwerkzugangstechnologien (3G+, WLAN, UMTS, WiMAX etc.), wird es sich aus mehreren Typen von Endgeräten mit unterschiedlichen Kapazitäten und Dienstanforderungen zusammensetzen. ScaleNet, als ein Netzwerk der nächsten Generation, wird ein Systemkonzept bereitstellen, das eine kostengünstige, skalierbare, effiziente und flexible Integration unterschiedlicher drahtloser und drahtgebundener Zugangsnetze und -technologien ermöglicht. Das Gesamtsystem wird in all seinen Bestandteilen auf eine ausreichend hohe Performanz ausgelegt sein, wobei alle denkbaren Varianten von Nutzer- und Terminalmobilität unterstützt werden sollen. 

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt ScaleNet wird von führenden Industriepartnern aus dem Telekommunikationssektor wie Alcatel, Deutsche Telekom, Ericsson, Lucent Technologies, QUALCOMM, Siemens und dem Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI) bearbeitet. Das DAI-Labor der Technischen Universität Berlin ist als Unterauftragnehmer der Siemens AG in das Projekt ScaleNet eingebunden.

Ziel

Als Beitrag zur Realisierung von ScaleNet wird am DAI-Labor im Auftrag der Siemens AG an Mechanismen zum Ressourcenmanagement in heterogenen Netzen der nächsten Generation geforscht. Ziel des bearbeiteten Teilprojektes ist es, durch den effizienten Austausch von Informationen über den aktuellen Zustand des Netzwerks akkurate Handover-Entscheidungen treffen zu können. Durch Verwendung von Overlay-Mechanismen sollen die beteiligten Netzwerkelemente (Mobile Knoten, Zugangspunkte, Zugangsrouter, Applikationsserver, etc.) Policy-Informationen untereinander austauschen, um mit geringem Aufwand und bei sparsamem Umgang mit der zur Verfügung stehenden Übertragungsbandbreite Handover-Entscheidungen zu treffen und die Anpassung der Dienste an die jeweiligen Netzwerkqualitäten vorzunehmen. 

Overlay-Mechanismen wurden schon in früheren Projekten wie MBone, 6Bone und in P2P Projekten für Filesharing im Internet mit großem Erfolg verwendet. Die Idee der Nutzung von Overlay für den effizienten Austausch von Informationen zwischen Knoten im Netzwerk der nächsten Generation soll in erster Linie in diesem Projekt verfolgt werden.

Realisierung

Die zu realisierenden Arbeiten werden durch Simulationen und sowie prototypische Implementierung evaluiert und in einem gemeinsamen Testbed in Zusammenarbeit mit der Siemens AG zu Demonstrationszwecken zur Verfügung gestellt. 

Zur Realisierung dieser Ziele werden in diesem Teilprojekt folgende Bereiche abgedeckt:

  • Policy-Based Mobility Management: Hier geht es um die Entwicklung eines Mechanismus, der die semantische Beschreibung der Netzkapazität zur Verfügung stellt, diese interpretieren kann, und Handover sowie Inhaltsanpassung vornimmt.
  • Overlay Mechanismen zur Bereitstellung einer effizienten Kommunikationsplattform, zu Austausch von Policy-Informationen, um so Handover-Entscheidungen treffen und die Anpassung der Inhalte vornehmen zu können.