Elektromobilität
Verglichen mit anderen Stromverbrauchern stellt ein Elektroauto, das täglich genutzt wird, eine erhebliche Steigerung des Gesamtenergiebedarfs für einen privaten Haushalt dar. Zum einen stellt die Anbindung von mehr und mehr Elektroautos an das Elektrizitätsnetz zusätzliche elektrische Speicherkapazität für die Optimierung der Netzbelastung dar. Andererseits verursachen die zusätzlichen Verbraucher jedoch eine starke Belastung der Verteilnetze, wenn sie nicht über ein intelligentes Lademanagement für das ‚Scheduling’ von Ladezyklen verfügen. Die Auswirkungen auf die lokale Netzstabilität könnten besonders dann kritisch werden, wenn viele Fahrzeuge ohne Lademanagement z.B. nach Feierabend gleichzeitig geladen werden sollen. Der ohnehin signifikante Anstieg des Stromverbrauchs in den Abendstunden würde dadurch signifikant gesteigert.
Neben der Netzbelastung bestehen bezüglich eines intelligenten Energiemanagement-Systems für elektrische Fahrzeuge Anforderungen, die durch den Typ und die Beschaffenheit der Batterie bedingt sind. Hier ist es notwendig, die Ladegeschwindigkeit gegen den Batterieverschleiß abzuwägen, wobei weitere wichtige Kontextinformationen wie die Temperatur, der Zeitpunkt und die gewünschte Reichweite für die nächste Fahrt mit einzubeziehen sind. Insbesondere in den CCs NGS, ACT und NEMO werden am DAI-Labor in Projekten wie z.B. MINIE1.0 intelligente Lade- und Vehicle-to-Grid Technologien, sowie Authentifizierungskonzepte für die Implementierung modularer und verteilter Steuerungssysteme für das optimierte Laden und Entladen von Elektrofahrzeugen entwickelt. Des Weiteren werden in z.B. dem BeMobility-Projekt Enabling Technologies für nachhaltige elektrische Mobilitätskonzepte entwickelt und untersucht.






