RouteCharge - Batteriewechselsystem für die Erschließung mittlerer Distanzen bei der Filialbelieferung mit e-NFZ

KompetenzzentrumAgent Core Technologies

KontaktFrancisco Denis Pozo Pardo

Partner: Fraunhofer IPK, Hüffermann Transportsysteme GmbH, Meyer & Meyer Holding GmbH & Co. KG, TU Berlin - Logistik, Castellan AG, Empro GmbH, WEMAG AG, 

Ein Projekt im Rahmen des BMWi-Technologiewettbewerbs "IKT für Elektromobilität III" (Einbindung von gewerblichen Elektrofahrzeugen in Logistik-, Energie- und Mobilitäts-Infrastrukturen).

Ziel dieses Vorhabens ist die Erschließung mittlerer Distanzen (300 km) für den Gütertransport mit elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen, sowie die Einbeziehung weiträumiger Lieferketten in die Distributionslogistik mit elektrischen NFZ. Damit soll das mögliche Einsatzspektrum der eNFZ aus Sicht des Flottenbetreibers verbreitert werden, wodurch ein weiterer Fortschritt bei der Wirtschaftlichkeit des eNFZ erzielt werden soll. Bisherige Feldversuche haben gezeigt, dass die Fahrzeuge nur in einem engen logistischen Korsett zu betreiben sind – typischerweise als innerstädtisches Verteilfahrzeug mit geringer Tourenvarianz. Ziel ist es daher, ein Konzept zu erarbeiten und umzusetzen, welches die einem Dieselfahrzeug vergleichbare Dispositionsfreiheit des Flottenbetreibers gewährleistet. Damit soll die betriebswirtschaftliche Akzeptanz für das eNFZ verbessert werden, so dass der Flottenanteil elektrischer Fahrzeuge stärker als bisher wachsen kann.

Im Rahmen des Projekts sollen Batteriewechselstationen an einer Hauptachse des Güterverkehrs des Pilotpartners Meyer&Meyer im Abstand von etwa 150 km realisiert werden. Die Steuerung der Ladeprozesse erfolgt durch die Flottendisposition, so dass gewährleistet ist, dass Fahrzeuge mit Batteriewechselbedarf keine Wartezeiten an den Wechselstationen haben. Darüber hinaus sind die Betriebsmodelle der Ladestationen eine hervorzuhebende Fragestellung des Vorhabens: hier soll ein Dual-Use-Model entwickelt und erprobt werden, welches einerseits netzseitige Regelleistung zur Verfügung stellt und andererseits als Wechselstation für eLKW dient. Der Dual-Use-Mode ändert alle bisher bekannten TCO-Berechnungen signifikant und hat das Potenzial für eine sprunghafte Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von eNFZ.

Die Arbeiten des DAI-Labors fokussieren sich auf die Entwicklung eines verteilten Systems für ein optimiertes Dual-Use-Model, welches die netz- und fahrzeugseitige Kapazitätsbereitstellung der Wechselstationen und seiner Batteriesysteme steuert und überwacht.